Der kaum verklausulierte Mordaufruf von ZDF-Dreckschleuder Jan Böhmermann gegen Ulrich Siegmund (AfD) im Einspieler seiner jüngsten Hetzsendung hat eine Welle von Protesten und Beschwerden aus Politik und Medienwelt ausgelöst. Das ZDF (mit dem Zweiten lügt man besser) spricht allen Ernstes von Satire. ES REICHT!
Im Intro zur Sendung „ZDF Magazin Royale“ vom 2. Oktober schnallt sich Jan Böhmermann einen weißen Helm auf, steigt auf eine blaue Simson und fährt auf einer Landstraße grinsend durch eine ländliche Idylle. Ein Spaziergänger führt seinen Schäferhund aus.
Dann – nach etwa 20 Sekunden – schießt plötzlich von rechts ein Lastwagen ins Bild und rammt Mopedfahrer Böhmermann. Der geschmacklose Schriftzug „taschenschwanz24.de“ prangt auf der LKW-Plane, dazu der Slogan „Gönn Dir“.
Der Lkw-Fahrer hält aber nicht an, um dem am Boden liegenden Böhmermann (alias Siegmund) zu helfen. Nein, er setzt noch mal zurück und überrollt den Mopedfahrer ein zweites und ein drittes Mal – so, als ob er ganz sicher gehen wollte, dass er den Fahrer wirklich platt gefahren hat. Die Szene ist eindeutig als Anspielung auf den Ulrich Siegmund und seine Simpson zu verstehen. Kritiker sprechen von einem kaum verklausulierten Mordaufruf.
Tief, tiefer, Böhmermann!
Mit dem Einspieler hat Dreckschleuder Böhmermann zweifellos den bislang ultimativen Tiefpunkt seines Hetzformats gesetzt. Wie das ZDF bestätigte, gingen wegen der Sendung Programmbeschwerden „im unteren dreistelligen Bereich“ ein. Die Sendung war bis zuletzt weiterhin in der Mediathek abrufbar.
Ulrich Siegmund spricht von „Gewaltphantasien niederträchtigster Art“. Die Anspielung auf seine Person sei aus seiner Sicht unübersehbar. „Wünscht sich Herr Böhmermann hier meinen Tod? Wenn ja, ist das nicht mehr als Satire abzutun – es ist ein neuer Tiefpunkt“, zitiert die „Mitteldeutsche Zeitung“ den AfD-Politiker.
Scharfe Kritik äußerte auch FDP-Generalsekretär Martin Hagen, der die Darstellung auf der Plattform X als „moralisch völlig enthemmt“ bezeichnete. Er drehte den Spieß um und stellte die Frage: „Ein rechter TV-Clown belustigt sein Publikum mit Mordfantasien gegen einen linken Politiker. Wie lange würde der ÖRR den wohl durchfüttern?“
Zwangsfinanzierte Tötungsphantasien
Medienjournalist Peter Welchering sprach von einer „Visualisierung einer Gewaltfantasie“. Welchering warf dem ZDF einen Verstoß „gegen sämtliche satirischen und journalistischen Standards“ vor.
Julian Reichelt sein Portal „NiUS“ kritisierten „zwangsfinanzierte Tötungsphantasien“ sowie die „Inszenierung eines politischen Mordes“. Reichelt forderte den Rücktritt des verantwortlichen ZDF-Intendanten Norbert Himmler.
ZDF redet sich raus
Eine ZDF-Sprecherin erklärte, die Satiresendung nutze bewusst „ironische Mehrdeutigkeit als Stilmittel“. Das Motiv der „politisierten Marke Simson“ habe sich durch die ganze Folge gezogen, ohne auf bestimmte Personen Bezug zu nehmen. Zudem sei der Moderator in den traditionellen „Cold Openern“ zu Beginn einer neuen Staffel historisch schon mehrfach im Intro verunglückt.
Wie gesagt: Mit dem Zweiten lügt man besser!