Die AfD im Europaparlament hält die bei den Verhandlungen über den EU-Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 genannten Kürzungen von 100 bis 200 Milliarden Euro für absolut unzureichend.
Der ESN-Abgeordnete Alexander Jungbluth (AfD) spricht von einem „schlechten Witz“ und „reiner Kosmetik“. Angesichts der wirtschaftlichen und finanziellen Krise forderte er echte Einsparungen statt oberflächlicher Korrekturen.
Trotz der diskutierten Kürzungen gegenüber dem ursprünglichen Kommissionsvorschlag von rund zwei Billionen Euro würde der neue EU-Haushalt immer noch 1,8 bis 1,9 Billionen Euro umfassen, kritisierte Jungbluth und wies darauf hin, dass Brüssel ungeachtet hoher Energiekosten und der Abgabenlast für deutsche Unternehmen an milliardenschweren Ausgabenplänen für ideologische Prestigeprojekte und Verwaltung festhalte.
Die kommenden Verhandlungen sind Jungbluth zufolge ein „Lackmustest“ für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Deutschland müsse als größter Nettozahler die Ausgabenexplosion stoppen. Wer in Berlin vom Sparen spreche, dürfe in Brüssel nicht einen maßlos aufgeblähten Haushalt abnicken, so der AfD-Politiker, der als sogenannter Schattenberichterstatter der ESN-Fraktion für den Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034 die Brüsseler Etat-Verhandlungen begleitet.