Schicksalswahl Sachsen-Anhalt: AfD punktet in allen sozialen Schichten – Sieben Prozent zusätzliche „Reserve“

Menschen aus allen sozialen Schichten der Bevölkerung wollen nach Erkenntnissen der Demoskopen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für die AfD stimmen. Mittlerweile finde die Partei Unterstützung „in allen Bevölkerungsgruppen“, bestätigte Stefan Merz vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Deutschlandfunk (dlf). 

Inzwischen geben demnach nicht nur Männer deutlich häufiger an, bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag die AfD wählen zu wollen. Die Partei schneide auch unter Frauen am Besten ab.

Merz redet Unsinn

Die Wahlmotive haben sich dem Wahlforscher zufolge kaum verändert. Zuwanderung und Asyl werden am häufigsten als Grund genannt, AfD zu wählen. Stefan Merz widersprach ausdrücklich seinem Namensvetter Friedrich Merz (CDU), der im ARD-Sommerinterview behauptet hatte, Migration spiele bei Landtagswahlen keine Rolle mehr. 

INSA-Chef: AfD hat noch sieben Prozent „Reserve“

Laut INSA-Chef Hermann Binkert hat die AfD noch ein mögliches Stimmenreservoir von sieben Prozenpunkten. Diese, wie Binkert gegenüber der „Welt“ formulierte, „Reserve“ gelte es mit Blick auf die aktuellen Umfragewerte zu berücksichtigen. Laut Demoskopen war zuletzt noch jeder dritte Wähler in Sachsen-Anhalt unentschlossen. Dies könnte der AfD und ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zusätzlich zugute kommen.

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