Kalte Dusche für den CDU-Genossen Daniel Günther: Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident ist ein „Faschist“ –jedenfalls aus Sicht der von ihm neuerdings heftig umworbenen Kommunisten!
Günther forderte deshalb den neugewählten Chef der Linkspartei, Luigi Pantisano, zum Rücktritt auf.
„Wer die CDU mit Faschisten und der AfD gleichsetzt, hat sich für jeden ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert“, sagte der reichlich desillusionierte Genosse Günther der „Bild“-Zeitung. Jemand wie Pantisano könne „für Demokratinnen und Demokraten kein Ansprechpartner sein“.
Pantisano war am Wochenende beim Parteitag der Linkspartei in Potsdam zum neuen Co-Chef der SED-Nachfolgepartei gewählt worden. Co-Parteichefin Ines Schwerdtner wurde von den Delegierten im Amt bestätigt. Der bisherige Co-Vorsitzende Jan van Aken war aus „gesundheitlichen Gründen“ nicht mehr angetreten.
Pantisano hatte vor seiner Wahl erklärt, es gebe „keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“. Zuvor hatte er sich in der ARD aber noch für mögliche Bündnisse mit der CDU auf Landesebene ausgesprochen, um eine AfD-Regierung zu verhindern.
Für den Genossen Günther jedenfalls muss am Wochenende eine Welt zusammengebrochen sein, hatte er doch bis zuletzt eine Öffnung der Union zu den Kommunisten propagiert. Jetzt steht er plötzlich als „Fascho“ da!