In seiner Rede auf dem Landesparteitag der AfD Sachsen in Löbau hat sich Bundessprecher Tino Chrupalla in einer bisher nicht dagewesenen Deutlichkeit zu Fragen der Außenpolitik geäußert. Vor dem Hintergrund des Nahost-Krieges verlangte er den Abzug amerikanischer Soldaten aus Deutschland.
Unter Bezugnahme auf das offizielle Parteiprogramm, in dem von einem „Abzug aller alliierten Truppen und Atomwaffen“ aus Deutschland die Rede ist, konkretisierte Chrupalla: „Fangen wir an, das umzusetzen – mit dem Abzug der US-Truppen aus Deutschland!“ Die Bundesrepublik dürfe sich nicht länger in internationale Konflikte hineinziehen lassen und müsse eine eigenständigere Rolle einnehmen.
Als Beispiel führte Chrupalla das linksregierte Spanien an, das die US-Basen im Land für Einsätze gegen den Iran gesperrt hat. Für Chrupalla ist das ein Modell, an dem sich Deutschland orientieren sollte. Zugleich kritisierte der AfD-Chef internationale Militäreinsätze scharf und stellte sich grundsätzlich gegen jegliche Einmischung in Konflikte wie im Nahen Osten.