Bei den Stichwahlen am vergangenen Sonntag (22. März) in zahlreichen bayerischen Kommunen musste die CSU vielerorts vernichtende Niederlagen hinnehmen. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder gibt allen die Schuld – nur nicht sich!
Zu den bittersten Verlusten gehören die bisher CSU-regierten Städte Augsburg, Bayreuth und Rosenheim, wo sich die SPD mit ihren Kandidaten durchsetzte. Besonders schmerzt die deutliche Niederlage der Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber.
Auch in den Landkreisen, die eigentliche CSU-Machtbasis im Freistaat, erlebten die Christsozialen serienweise Niederlagen: Mit 53 Landräten waren sie in die Wahlen hineingegangen – herausgekommen sind sie mit nur noch 41. Der große Gewinner waren hier die Freien Wähler von Hubert Aiwanger, die jetzt 28 Landräte stellen – 17 mehr als zuvor.
Söder machte die AfD für die Erfolge der Freien Wähler verantwortlich: „Die AfD hat in der Stichwahl eher die Freien Wähler unterstützt.“ Mit den Worten „ein durchwachsener Abend“ redete sich der CSU-Chef die historische Wahlpleite bei den kommunalen Stichwahlen am Sonntag schön.