Preise ziehen auf breiter Front an: Inflation in Deutschland steigt auf 3,3 Prozent!

Die Inflation in Deutschland ist im September auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Grundlage einer ersten Schätzung mit. Im August hatte die Teuerungsrate bei 2,9 Prozent gelegen, nach 2,8 Prozent im Juli und 2,3 Prozent im Juni. Haupttreiber der Inflation waren erneut die Energiepreise. Sie stiegen im Jahresvergleich um fast 15 Prozent.

Eine Teilauswertung für das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen ergab laut FAZ: Heizöl verteuerte sich im Jahresvergleich um 49,9 Prozent, Diesel um 48,7 Prozent und Benzin um 33,8 Prozent. Die Kraftstoffpreise insgesamt stiegen um 36,9 Prozent. Das Münchner ifo-Institut erwartet, dass die höheren Energiepreise zunehmend an die Verbraucher weitergegeben werden.

Bei den Lebensmitteln blieb die Preisentwicklung bundesweit zwar insgesamt noch relativ stabil, aber einzelne Produkte verteuerten sich drastisch. Gemüse wurde innerhalb eines Jahres 11,2 Prozent teurer – eine Folge sicher auch der wochenlangen Trockenheit mit Ernteausfällen. Fisch verteuerte sich um 5,3 Prozent. 

Die jetzt bekannt gewordene Inflationsrate von 3,3 Prozent im September hat allerdings mit der Lebenswirklichkeit in Deutschland nur wenig zu tun. Es handelt sich um einen rein statistischen Wert, der aus einem sogenannten Warenkorb von Hunderten Artikeln und Dienstleistungen ermittelt wird, die für viele Menschen im Alltag keine oder kaum eine Rolle spielen. Dazu zählen zum Beispiel Opernbesuche, Surfbretter und Linoleumböden. Die „gefühlte Inflation“ etwa an der Supermarktkasse dürfte deshalb um ein Mehrfaches höher liegen.

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