Was für ein unfassbarer Frevel! Trotz noch laufender Klagen haben im Teutoburger Wald unweit des Hermannsdenkmals die Rodungsarbeiten für sieben Windrad-Monster begonnen. Die AfD fordert einen sofortigen Stopp.
Das Hermannsdenkmal bei Detmold (NRW) ist eines der bekanntesten kulturgeschichtlichen Monumente Deutschlands und Europas sowie eines der beliebtesten Ausflugsziele bundesweit. Es wurde in den Jahren 1838 bis 1875 von dem deutschen Architekten und Patrioten Ernst von Bandel errichtet. Es erinnert an die Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr., in der der Cheruskerfürst Arminius (Hermann) drei römische Legionen besiegte. Das Denkmal wurde 1875 eingeweiht, um den Sieg über Rom als Gründungsmoment der deutschen Nation zu feiern und diente vor allem im 19. Jahrhundert als Symbol für nationale Einheit und Freiheit.
Wenn das die alten Germanen wüssten…
… sie würden mit Speeren und Schwertern kommen: Nach dem Windrad-Frevel an „Grimm’s Märchenwald“ (Nordhessen) ist jetzt der heilige „Urwald“ des Germanentums an der Reihe. Windrad-Barone wollten ursprünglich insgesamt 33 bis zu 261 Meter hohe Monster-Anlagen auf dem Mittelgebirgs-Kamm des historischen Kulturwaldes an der Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen installieren. Übrig geblieben sind jetzt bis auf weiteres sieben.
Möglich macht den unfassbaren Frevel das sogenannte Erneuerbare-Energien-Gesetz. Es ermöglicht einen regelrechten Wildwuchs von Windrad-Monstern in Deutschland ohne Rücksicht auf Natur und Landschaftsbild.
AfD: Beim Kulturschutz darf es keine Brandmauer geben!
Der nächste Kulturfrevel ist trotz laufender Klagen, darunter sogar eine der umstrittenen Öko-NGO „BUND“, bereits im vollen Gange: An der Gauseköte, einem 345 Meter hohen Gebirgspass im südöstlichen Teutoburger Wald (Kreis Lippe, NRW), sollen sieben Windriesen errichtet werden. Die Stelle ist nur sechs Kilometer vom Hermannsdenkmal entfernt.
Die AfD fordert einen sofortigen Baustopp und ruft überparteilich zum Widerstand auf. Der kulturpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Götz Frömming: „Unsere Natur und Kultur haben unseren Schutz verdient. Da darf es keine Brandmauer in den Köpfen geben!“
Der nationalpatriotische AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich, Mitglied im Kultur- und Medienausschuss, erinnert daran, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer „vollmundig vor der Vereinnahmung des Hermannsdenkmals durch die AfD“ gewarnt habe. „Der Widerstand gegen den geplanten Windpark im Teutoburger Wald zeigt jedoch klar auf: Nur die AfD-Fraktion tritt konsequent für den Erhalt der Kulturlandschaft rund um das Hermannsdenkmal ein“, stellt Helferich fest.