Zahl der Asylanträge in der EU geht zurück – Deutschland bleibt Hauptziel

 

Die gute Nachricht: Europaweit sinkt die Zahl der Asylanträge – vor allem, weil es weniger Antragsteller aus Syrien und der Türkei gibt. Die schlechte Nachricht: Deutschland das Land mit den meisten Neuanträgen.

Nicht nur in der Europäischen Union, sondern auch in Norwegen und der Schweiz sind im vergangenen Jahr die Anträge auf Asyl deutlich gesunken. Das geht aus dem Jahresbericht der auf Malta angesiedelten EU-Asylagentur (EUAA) hervor.

Demnach wurden in den 27 EU-Ländern und den beiden Partnerstaaten Schweiz und Norwegen insgesamt 822.000 Asylanträge registriert. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 entspricht dies einem Rückgang von knapp 20 Prozent. ABER: Rund 163.000 neue Anträge auf Asyl wurden allein in Deutschland gestellt.

Während vor allem Syrer und Türken weniger oft Asyl beantragten, nahmen europaweit die Asylanträge von Migranten aus Afghanistan (117.000) und Venezuela (91.000) deutlich zu. Als Gründe für die gestiegenen Antragszahlen der Venezolaner werden die restriktivere Einwanderungspolitik der USA unter Präsident Donald Trump und verschärfte Visa-Regelungen anderer lateinamerikanischer Staaten genannt.

Nach Deutschland mit 163.000 Anträgen hatten Frankreich mit 152.000 und Spanien mit 143.000 Fällen die meisten Asyl-Zugänge in der EU zu verzeichnen. Es folgen Italien mit 134.000 Asylanträgen und Griechenland mit 62.000.

 

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