Stasi-Akte von Angela Merkel (CDU) bleibt unter Verschluss: Was soll da vertuscht werden?

Gerüchteweise hieß es immer wieder, Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei von der Stasi als „Inoffizielle Mitarbeiterin“ (IM) unter dem Decknamen „Erika“ geführt worden. Interessant wäre gewesen, ob und gegebenenfalls was dazu in ihrer Stasi-Akte steht. Doch die bleibt – wie nicht anders zu erwarten – weiter unter Verschluss.

Der frühere Berliner FDP-Politiker Marcel Luthe scheiterte mit seiner Klage auf Herausgabe von Merkels Stasi-Akte durch das Bundesarchiv vor dem Berliner Verwaltungsgericht. Einen entsprechenden Antrag hatte er bereits Anfang 2022 gestellt.

Das Bundesarchiv hatte das Begehren damals mit der Begründung abgelehnt, es seien keine Unterlagen aufgefunden worden, die man gemäß den Bestimmungen des Stasi-Unterlagen-Gesetzes zur Verfügung stellen könne. Luthe hatte u.a. Einsicht in Unterlagen zu Merkels Engagement beim „Demokratischen Aufbruch“ während der Wendezeit, zu ihren Westreisen und zu ihrer Tätigkeit als Agitprop-Sekretärin bei der FDJ verlangt.

Ein Vertreter des Stasi-Unterlagen-Archivs machte in der mündlichen Verhandlung keine Angaben darüber, ob es eine diesbezügliche Aktenlage gibt.

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