Der 22.März 2026 dürfte, wenn sich die ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz bestätigen, als ein historisches Datum in die Erfolgsgeschichte der AfD eingehen: Zum ersten Mal scheint es der Partei gelungen zu sein, in einem westdeutschen Bundesland die 20-Prozent-Schallmauer zu durchbrechen!
Laut der ersten ARD-Hochrechnung gut 20 Minuten nach Schließung der Wahllokale zeichnete sich folgender Wahlausgang ab:
- AfD: 20 Prozent
- CDU: 30,6 Prozent
- SPD: 26,9 Prozent
- „Grüne“: 7,7 Prozent
- Linke: 4,4 Prozent
- Freie Wähler: 3,9 Prozent
- FDP: 2,1 Prozent.
Damit steht fest: Die SPD verliert nach 35 Jahren das Amt des Ministerpräsidenten in Mainz. Statt der letzten Ampel in Deutschland regiert künftig absehbar Schwarz-Rot unter dem voraussichtlichen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder (CDU) in Rheinland-Pfalz.
Doch der wahre Wahlgewinner ist die AfD, die mehr als 11 Prozent zulegen konnte, während die Sozialdemokraten unter dem bisherigen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer um 8,8 Prozentpunkte einbrachen. Die Christdemokraten konnten 2,9 Prozentpunkte zulegen. Die „Grünen“ kamen mit minus 1,6 Prozent relativ glimpflich davon.
Auf Basis dieser ersten Hochrechnung hat die AfD künftig 24 Sitze im Mainzer Landtag – genug, um Parlamentarische Untersuchungsausschüsse, etwa zur Aufarbeitung der Corona-Willkürmaßnahmen, einsetzen zu können. Das kündigte ein strahlender AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger noch am Wahlabend an.
AfD-Bundessprecherin Alice Weidel äußerte sich hochzufrieden über das Wahlergebnis: „Die Wähler haben unsere Arbeit goutiert!“ Sie verwies darauf, dass die AfD mit einem pointierten Wahlkampf („Rückführungen bis die Startbahn glüht“) knapp 90.000 Wähler aus dem Lager der Nichtwähler mobilisieren konnte.