Die dem konservativen Restflügel ihrer Partei zugerechnete Brandenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig hat erneut und nachdrücklich einen anderen Umgang mit der AfD angemahnt.
In einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ sagte sie auf die Frage, warum sie die „Brandmauer“ zur AfD einreißen wolle: „Weil Brandmauern grundsätzlich undemokratisch sind. Ausgrenzung hat in der Geschichte noch nie zu einem guten Ausgang geführt. Zudem ist die ‚Brandmauer‘ ein linker Kampfbegriff. Ein durchschaubares Instrument zur linken Machterhaltung in Berlin und auch anderswo.“
Die CDU-Politikerin betonte weiter: „Es geht nicht darum, wen man mag oder wen man unsympathisch findet (…) Eine harte politische Auseinandersetzung ist dabei immer die Basis für eine funktionierende Demokratie gewesen.“ Daran dürfe sich auch in Zukunft nichts ändern.
Im Übrigen gehe die Scheindiskussion um die sogenannte Brandmauer „weit über den Parteitagsbeschluss der CDU hinaus – und darin liegt das eigentliche Problem. Es findet keine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Blauen statt“, beklagte Ludwig.