Beim Politischen Aschermittwoch in Bayern wurde bei Brezn, Leberkäs und Bier auch verbal der Mund reichlich vollgenommen. Die Reden standen vor allem im Zeichen der Kommunalwahlen am 8. März.
In Passau arbeitete sich Parteichef Markus Söder unter anderm an der Linken ab. Er spielte auf ein virales Posting vom Wochenende an, das die Fraktionschefin der Kommunisten im Deutschen Bundestag nach dem Aussteigen aus einem Audi A8 zeigt. Söder nannte Heidi Reichinnek eine „sozialistische TikTok-Tante, die Rosa Luxemburg für Arme“ und spottete: „Die soll sich lieber in einen Trabi oder einen Lada setzen und nicht bayerische Produkte missbrauchen.“
Die „Grünen“-Fraktionschefin im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, griff Ministerpräsident Söder bei der Veranstaltung der Ökosozialisten in Landshut scharf an. Dieser kümmere sich ausschließlich um sich selbst: „Markus Söder arbeitet weiterhin nur für Markus Söder und das leider in Vollzeit“, sagte Schulze.
Die „Grünen“-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Katharina Dröge, spottete über Kanzler Friedrich Merz (CDU) als das „Windows 95“ der deutschen Politik – „ein Betriebssystem, für das es kein Update mehr gibt und das man aus Sicherheitsgründen besser nicht mehr aufspielen sollte“.
Der Politische Aschermittwoch der AfD fand im niederbayerischen Osterhofen statt. Neben dem Landesvorsitzenden Stephan Protschka trat u.a. der baden-württembergische AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier auf. DK-Reporter Christian Jung war vor Ort.