Die Mitte-Rechts-Regierung in Schweden unter Ministerpräsident Ulf Kristersson will die Regeln für den Erwerb der schwedischen Staatsbürgerschaft nach US-Vorbild deutlich verschärfen. Das kündigten Migrationsminister Johan Forssell und Integrationsministerin Simona Mohamsson auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Stockholm an.
Antragsteller sollen demnach nicht mehr wie bisher nach fünf, sondern frühestens erst nach acht Jahren Aufenthalt einen schwedischen Pass erhalten können. Wer in der Vergangenheit straffällig geworden ist und verurteilt wurde, muss bis zu 17 Jahre auf seine Einbürgerung warten.
Die Verschärfungen betreffen neben der Aufenthaltsdauer auch einen Sprachtest sowie einen Test über die schwedische Gesellschaft und ihre Werte. Die Anwärter müssen zudem ihre Finanzlage (Mindesteinkommen) offenlegen und einen rechtschaffenen Lebensstil nachweisen.
Über das neue Gesetz muss noch im Parlament abgestimmt werden. Es soll am schwedischen Nationalfeiertag (6.Juni) in Kraft treten.