„Diese gefährliche Doppelmoral untergräbt das antifaschistische Bollwerk!“ Der Brandmauer-Mainstream (u.a. „Spiegel“) kriegt sich gar nicht mehr ein, weil die Linken im Thüringer Landtag einen Antrag für eine Sanierung von Sportstätten im Freistaat mithilfe der AfD durchgebracht haben.
Hintergrund: Die Kommunisten hatten einen durchaus vernünftigen Antrag zur Sportstättenförderung in den Landtag eingebracht. Darin wird Thüringen aufgefordert, sich im Bundesrat für eine großzügigere Finanzierung bei Neubau und Sanierung einzusetzen. Meist verpuffen solche Oppositionsanträge. Dieser sachlich begründete Vorstoß fand allerdings eine Mehrheit, weil AfD-Abgeordnete vernünftigerweise zustimmten.
Plötzlich ist die Linke über ihre Mehrheit erschrocken, gefällt sich in der Rolle der „unbefleckten Empfängnis“: Es habe sich um eine nicht erwartete „Zufallsmehrheit“ gehandelt. Heidi Reichinnek, Linken-Fraktionschefin im Deutschen Bundestag, hat bereits Schuldige ausgemacht: Nur weil die Abgeordneten aus der „Brombeer“-Koalition von CDU, SPD und BSW nicht in ausreichender Stärke im Parlament vertreten waren, sei der Antrag durchgegangen. Schizophrener geht’s nicht!