Die Sabotageversuche an Korvetten der Deutschen Marine im Hamburger Hafen zeigen nach Ansicht des AfD-Verteidigungsexperten Hannes Gnauck ein sicherheitspolitisches Strukturversagen des Bundesverteidigungsministeriums unter Boris Pistorius (SPD) und des ihm unterstellten Militärischen Abschirmdienstes (MAD). Zwei Hafenarbeiter, ein 37 Jahre alter Grieche und ein 54 Jahre alter Rumäne, wurden verhaftet, wie der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg bestätigte.
Beide Tatverdächtige werden beschuldigt, im Hamburger Hafen Sabotagehandlungen an mehreren Korvetten vorgenommen zu haben. Unter anderm sollen sie über 20 Kilogramm Strahlkies, ein aggressives Schleifmittel, in den Motorblock eines der Mehrzweckkriegsschiffe eingebracht haben.
Hannes Gnauck, der für die AfD-Bundestagsfraktion dem Verteidigungsausschuss angehört und selbst Marinesoldat war, erklärte zu dem jetzt bekannt gewordenen Vorfall: „Die Festnahmen im Zusammenhang mit Sabotageakten an Korvetten zeigen ein sicherheitspolitisches Strukturversagen. Die Bundesregierung hat zentrale Schutzaufgaben an Fremdfirmen ausgelagert, statt staatliche Sicherheitsstrukturen wie den Militärischen Abschirmdienst konsequent einzubinden.“
MAD zu viel mit Ideologie-Prüfungen beschäftigt
Gnauck stellt weiter fest: „Während der MAD in den vergangenen Jahren stark mit internen ideologischen Prüfungen beschäftigt war, blieben hochsensible Rüstungsbereiche faktisch ohne ausreichende staatliche Kontrolle. Dass ausländische Akteure offenbar ungehindert die Möglichkeit hatten, sich sicherheitskritischen Bereichen zu nähern und Sabotagehandlungen durchzuführen, ist ein unhaltbarer Zustand.“
Die Sicherheit militärischer Schlüsselanlagen dürfe nicht von der Sparlogik privater Unternehmen abhängen. Aus Sicht der AfD-Bundestagsfraktion brauche es klare Zuständigkeiten, strengere Überprüfungen und eine Rückkehr zu echter Sabotageabwehr, betonte der AfD-Verteidigungspolitiker.