Gewinner
Bei der NRW-AfD, dem mitgliederstärksten Landesverband, tut sich was: Die AfD-Bundestagsabgeordneten Christian Zaum (56) und Fabian Jacobi (52) wollen beim Landesparteitag im März gegen Noch-Landeschef Martin Vincentz als gemeinsame Doppelspitze antreten. Wie bei jeder Personalentscheidung in der Politik geht es auch bei diesem demokratischen Führungswettstreit um eine Richtungsentscheidung:
Soll der bisher nur mäßig erfolgreiche „bürgerlich-liberale“ Kurs der AfD an Rhein und Ruhr fortgesetzt werden? Oder will die Partei nach dem insgesamt hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Ergebnis bei der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl im September 2025 mit einer stärkeren national-konservativen Akzentuierung neu durchstarten? Die Umfragen und die bisherige Erfolgsserie in Ostdeutschland sprechen dafür, auch wenn das Vincentz-Lager bereits seine Internet-Trolle mobilisiert hat.
Das Kandidaten-Duo eint ein klarer patriotischer Kurs mit den Schwerpunkten Remigration und eine klare Kampfansage an jeglichen linksgrün-woken Ideologie-Irrsinn. Beide bringen Lebenserfahrung mit: Zaum als ehemaliger Burschenschafter und Gymnasiallehrer, Jacobi als Rechtsanwalt.
Der Mainstream schnappatmet bereits: „Rechtsruck in der NRW-AfD!“ Der Deutschland-Kurier meint: Jetzt erst recht(s)!
Verlierer
Wie lange noch? Eine Frage, die sich mit Blick auf die schwarz-rote Chaos-Koalition im Allgemeinen und mit Blick auf Jens Spahn (45/CDU) im Besonderen stellt. Die – nach Lügenkanzler Friedrich Merz – größte CDU-Lusche kommt immer mehr unter Druck. Spahns Tage als Unions-Fraktionschef im Deutschen Bundestag dürften gezählt sein. Die „Grünen“ spotten über ihn als „Noch-Fraktionschef“.
Nach seinem erbärmlichen Umfaller beim Politiker-Artenschutzparagrafen 188 StGB holt Spahn jetzt der Maskensumpf wieder ein. Fakt ist: Gegen jeden fachlichen Rat hat er als Gesundheitsminister zu Beginn der Corona-Hysterie „Volksknebel“ in Übermengen beschaffen lassen – zu völlig überteuerten Preisen. Bundesrechnungshof und Sonderermittlerin Sudhof übten scharfe Kritik. Bei der Vergabe von Aufträgen sollen zudem CDU-nahe Firmen bevorzugt worden sein. Der Schaden für die Steuerzahler geht in die Milliarden – drei Milliarden ungenutzte Masken, die noch auf Halde lagen, mussten verbrannt werden, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen war.
Jetzt soll Spahn als CDU-Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl im Herbst weggelobt werden – an Stelle von Tennis-Bürgermeister und Blackout-Versager Kai Wegner. Der Deutschland-Kurier meint: Das kommt uns spahnisch vor!