SPD-Chefin Bärbel Bas hat ausgerechnet das autoritär regierte Ruanda in Ostafrika als Vorbild für die deutsche Politik bezeichnet.
Bei der Jahresauftaktklausur des SPD-Parteivorstands am Wochenende in Berlin erklärte die Bundesarbeitsministerin laut dem zentralen SPD-Medienportal „Vorwärts“ unter dem Beifall der versammelten Genossen: „Um endlich voranzukommen, brauchen wir mehr Frauen in der Wirtschaft und in der Politik. Und jetzt ein Vorschlag, es wird die Justizministerin freuen. Ruanda hat eine Verfassungsquote eingeführt, die 30 Prozent Frauen in allen Entscheidungsgremien vorschreibt.“
Bas verwies darauf, dass im Parlament des ostafrikanischen Staates der Frauenanteil bei über 60 Prozent liege. „Das ist die höchste weltweit“, betonte die SPD-Chefin und fügte hinzu: „In unserem Land könnten wir beispielsweise beim Wahlrecht auch dafür kämpfen, dass mehr Frauen in die Parlamente kommen. Das muss die Devise sein.“
Was Bas, die selbst immerhin einen Hauptschulabschluss hat , nicht sagte, war, dass die Devise für mehr Frauen in der deutschen Politik außer einem Schulabschluss ein Mindestmaß an Bildung und nach Möglichkeit eine gewisse Berufserfahrung sein sollten.