Einen Monat vor den Kommunalwahlen (8.März) spitzt sich in Bayern die Gaskrise dramatisch zu: Laut der „Initiative Energie Speichern“ (INES), einem Zusammenschluss von Betreibern deutscher Gas- und Wasserstoffspeicher, betrug der Füllstand der Gasspeicher im Freistaat am 6. Februar nur noch 19,9 Prozent. Das ist deutlich weniger als die 29,12 Prozent, welche die Bundesnetzagentur für den 4. Februar bundesweit angab. Füllstände unter 20 Prozent gelten als kritisch, weil in der Folge der Druck in den Leitungen abnimmt.
„Die niedrigen Füllstände der bayerischen Speicher sind eine besondere Herausforderung für das Gassystem“, sagte INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann dem Wirtschaftsmagazin „Capital“: Trotz eines vergleichsweise normalen Winters und ohne infrastrukturelle Ausfälle fährt das System nach den Worten des Energie-Experten „am Rande der Belastungsgrenze. Das ist bedenklich.“ Es zeige sich, dass die Vorsorge vor dem Winter unzureichend war. Die bayerische Gaskrise dürfte damit zu einem zentralen Thema bei den Kommunalwahlen am 8. März werden.