Trotz aller Dementis und Beruhigungspillen seitens Bundesregierung bzw. Bundesnetzagentur („Gasversorgung ist stabil“) wird immer offensichtlicher: Deutschland steuert stramm auf einen Energienotstand zu! Während der angeblich „harte“, in Wirklichkeit aber ganz normale Winter als Begründung für eine sich abzeichnende Gasmangel-Lage herhalten muss, bestätigt sich, was das angesehene „Wall Street Journal“ bereits vor sieben Jahren als die „dümmste Energiepolitik der Welt“ erkannt hatte.
Seither hat sich Deutschlands Energiepolitik noch einmal deutlich gewandelt – „von der dümmsten zur absolut dümmsten Energiepolitik!“, wie das „Europäische Institut für Klima und Energie“ (EIKE) in einem bemerkenswerten Artikel auf seiner Website feststellt.
Denn seit 2019 produziert Deutschland nicht nur keinen zuverlässigen, günstigen und CO₂-freien Strom mehr aus Kernkraft, sondern hat im Zuge des Sanktions-Irrsinns auch den gleichermaßen zuverlässigen wie ebenfalls günstigen Gasbezug aus Russland („Blutgas“) eingestellt.
Die Folge: Die Heizgasvorräte neigen sich dramatisch schnell dem Ende zu, und dabei ist es erst Anfang Februar! Nach Angaben der „Initiative Energien Speichern“ (INES) droht der Füllstand der deutschen Erdgasspeicher in wenigen Tagen die 30-Prozent-Marke zu unterschreiten. Experten warnen, dass der kritische Wert von 20 Prozent, ab dem der Druck zu niedrig wird, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten, bereits Ende des Monats erreicht sein wird.
„Notfallplan Gas“: Industrie steht vor Shut-Down
Sollte der Füllstand der deutschen Gasspeicher im Februar, wie derzeit befürchtet, tatsächlich auf 20 Prozent sinken, würden gemäß geltendem EU-Recht und laut dem nationalen „Notfallplan Gas“ spezifische Einschränkungen bzw. Rationierungen in Kraft treten, um Menschenleben und lebenswichtige Dienstleistungen zu schützen. Dann gelten Privathaushalte und Versorgungseinrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen, Rettungsdienste als „geschützte Kunden“. Das bedeutet, dass der Staat ihnen Vorrang bei der Gasversorgung einräumen muss. Folge: Bei extrem niedrigen Gasspeicherständen muss die Gasversorgung von Schwerindustrie, Kraftwerken und großen Gewerbebetrieben unterbrochen werden. Die katastrophalen Folgen für die ohnehin durch Regierungsdauerversagen gebeutelte Wirtschaft wären unabsehbar.
Wie genau geht es weiter?
Sinkt der Füllstand der Gasspeicher auf 20 Prozent und ist die Versorgung für den Rest des Winters als unzureichend anzusehen, muss die Regierung die dritte und höchste Stufe ausrufen: den „Gas-Notstand“. In diesem Fall übernimmt die Bundesnetzagentur die Kontrolle über den Gasmarkt und entscheidet, wer Gas erhält und wer nicht. Große Industriekunden, hier vor allem die Schwerindustrie und die Chemiebranche müssen ihren Gasbezug reduzieren oder ganz einstellen.
ABER: Ein Füllstand von 20 Prozent bedeutet infolge sinkenden Leitungsdrucks auch einen geringeren Gasdurchfluss, also einen Druckverlust im gesamten System. Denn Gasspeicher benötigen eine Mindestmenge an Reservegas, um den erforderlichen Druck für die Gasversorgung der Pipelines aufrechtzuerhalten. Sinkt der Speicherstand zu stark, verlangsamt sich die Gasentnahme. Das dürften auch Privathaushalte zu spüren bekommen, etwa wenn die Flamme plötzlich nur noch flackert oder die Heizung wegen Störmeldung der Therme automatisch runterfährt.
Zusammengefasst: In jedem Szenario mit einer durchschnittlichen Füllmenge von nur noch 20 Prozent, die angesichts der winterlichen Witterung immer wahrscheinlicher erscheint, dürfte der Februar noch für böse Überraschungen sorgen. Dazu merkt das „Europäische Institut für Klima und Energie“ zutreffend an: „Dies ist größtenteils die Folge der ideologisch wahnwitzigen Einführung der radikalen Energiewende in Deutschland: der Umstieg auf grüne Energie um jeden Preis.“