Die deutsche Wirtschaft hat seit 2020 einen historischen Schaden erlitten. Nach Berechnungen des arbeitgebernahen „Instituts der deutschen Wirtschaft“ (IW) summieren sich die Einbußen der gesamtwirtschaftlichen Leistung in den zurückliegenden Jahren auf nahezu eine Billion Euro, also fast 1.000 Milliarden. Dies gehe weit über frühere Krisen hinaus. Rund ein Viertel der Wohlstandsvernichtung fällt demnach in die Amtszeit von Kanzler Friedrich Merz (CDU).
Diverse Krisen, von denen Deutschland seit 2020 nicht zuletzt infolge politischen Totalversagens der Altparteien besonders hart betroffen war, haben der Nation Einbußen in der unfassbaren Größenordnung von fast einer Billion Euro bei der gesamtwirtschaftlichen Leistung gebracht. Der gesamte Wertschöpfungsverlust seit 2020 summiert sich dem IW zufolge auf rund 940 Milliarden Euro. Das ist in nur sechs Jahren etwa die Hälfte dessen, was die Wiedervereinigung gekostet haben dürfte.
Kanzler Merz kann sich den Schuh zu einem Viertel anziehen
Wie aus der IW-Analyse („Ökonomische Kosten der Krisen in Deutschland“) hervorgeht, entfallen allein ein Viertel des Verlustes (235 Mrd. Euro) auf das vergangene Jahr, also im Wesentlichen in die Kanzlerschaft von Friedrich Merz (CDU). Den Wertschöpfungsverlust für jeden Erwerbstätigen seit 2020 beziffert das IW auf mehr als 20.000 Euro insgesamt. Das entspreche einem Fünftel der durchschnittlichen wirtschaftlichen Leistung, die eine erwerbstätige Person pro Jahr erwirtschafte. Seit 2019 habe die gesamtwirtschaftliche Leistung des Landes kaum noch zugenommen.
Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur beim IW, stellt fest: „Die laufende Dekade ist bislang von außergewöhnlichen Schocks ökonomischen und gewaltigen Anpassungslasten geprägt, die mittlerweile das Belastungsniveau früherer Krisen deutlich übertreffen.“
Corona, „Energiewende“, Ukraine, Sanktionen, Zollkrieg
Die Stagnation der deutschen Wirtschaft sei ursächlich auf die Mehrzahl und Abfolge von Krisen zurückzuführen, führt das IW weiter aus. Im Jahr 2020 habe Corona einen Ausfall von etwa 185 Milliarden Euro und im Jahr darauf immer noch von rund 100 Milliarden Euro herbeigeführt. Der Ukraine-Krieg habe die Talfahrt beschleunigt. Die Zollpolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump habe ein Übriges beigetragen. Das IW vertieft allerdings nicht, ob und inwieweit politische Faktoren wie etwa die sogenannte Energiewende, der Sanktions-Irrsinn gegen Russland und der Ökosteuer-Wahnsinn einen Anteil an der Wohlstandsvernichtung haben.