Nachdem es wohl nichts zu werden scheint mit der von den Altparteien versprochenen Rettung des kollabierenden Rentensystems durch Massenmigration, hat Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) offenbar das Patentrezept gefunden, um die Alterssicherung „zukunftssicher“ zu machen: Am besten keiner, zumindest aber immer weniger gehen überhaupt noch in Rente und immer mehr zahlen immer länger Beiträge!
Angesichts einer steigenden Lebenserwartung sprach sich Spahn für eine deutliche Erhöhung des Renteneintrittsalters aus: „Wenn man Hundert wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er gehe deshalb davon aus, dass auch die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission Vorschläge für eine Erhöhung des Renteneintrittsalters machen werde.
Der CDU-Politiker verwies darauf, dass jedes zweite heute neugeborene Mädchen mit hoher Wahrscheinlichkeit 100 Jahre alt werde. Wenn die Lebenserwartung weiter steige, werde auch das Renteneintrittsalter weiter steigen müssen. Die Altersgrenze für die Regelaltersrente ohne Abschläge wird derzeit schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Die Rentenkommission soll Mitte des Jahres ihre Empfehlungen vorlegen.
Tatsächlich laufen alle Vorschläge zur Erhöhung der Lebensarbeitszeit auf etwas ganz anderes hinaus: auf radikale Rentenkürzungen! Denn viele Menschen, die vorher in Rente gehen wollen, seien es gesundheitliche oder persönliche Gründe, müssen erhebliche Abschläge hinnehmen.