Der Deutsche Richterbund (DRB) schlägt Alarm: Nach rund 72.000 Hauptsacheverfahren im Asylbereich im Jahr 2023 und bereits mehr 100.000 Fällen im Jahr 2024 rechnet die Organisation für 2025 mit einem weiteren Anstieg der Verfahren um etwa 50 Prozent. Das sagte DRB- Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND).
Die Verwaltungsgerichte müssen sich demnach auf bis zu 150.000 neue Asylklagen einstellen – zusätzlich zu allen noch anhängigen Fällen. Grund: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat in den vergangenen Monaten die Bearbeitung von Altfällen deutlich beschleunigt. Lange Zeit offene Asylanträge wurden nun auf einen Schlag oft abschlägig beschieden. ABER: Die Betroffenen legen mit Unterstützung der Asylindustrie fast ausnahmslos Klage ein.