Während Teile Berlins mit einem mehrtägigen Stromausfall aufgrund eines mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlags kämpfen, werden im Netz Diskussionen über den Umfang deutscher Energiehilfe für die Ukraine laut. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hat das Technische Hilfswerk seit 2022 mehr als 1.700 Stromgeneratoren ins Ausland geliefert, der Großteil davon in die Ukraine. Allein im Dezember 2022 gingen 470 Aggregate im Wert von 19,5 Millionen Euro auf den Weg, ergänzt um weitere Lieferungen in den Folgejahren.
Neben Stromerzeugern stellte Deutschland umfangreiche Infrastruktur zur Stabilisierung der Energieversorgung bereit. Dazu zählen über 1.100 Ölheizgeräte, winterfeste Zelte, Batteriespeicher, mobile Feldküchen sowie Wohncontainer. Auch der Berliner Netzbetreiber Stromnetz Berlin lieferte 71 Transformatoren und weitere Netzkomponenten für das ukrainische Stromsystem. Die Koordination der bundesweiten Beschaffungen lag beim Bundesinnenministerium, die Geräte stammten aus Beständen und Neuanschaffungen aus ganz Deutschland.
In Berlin mussten sich Betroffene des Blackouts derweil selbst behelfen. Viele griffen auf private Generatoren, Campingkocher und Powerbanks zurück, Baumärkte meldeten binnen Stunden ausverkaufte Notstromaggregate.