Deutschlands Top-Experte in Sachen Energie, der frühere Hamburger Umweltsenator Prof. Fritz Vahrenholt (SPD), mahnt politische Konsequenzen aus dem Terroranschlag auf das Berliner Stromnetz an. Dieser habe vor dem Hintergrund eines erhöhten Strombedarfs (E-Autos, Wärmepumpen) einmal mehr die Schwächen des Energiewende-Irrsinns aufgezeigt. Daraus gelte es, Lehren zu ziehen!
In einem vorab von „Epoch Times“ verbreiteten Gastkommentar für das Portal „klimanachrichten.de“ schreibt Vahrenholt: „Die Stilllegung der Stromversorgung im Süden Berlins hat uns die Fragilität der Politik der Energiewende vor Augen geführt. Ziel der Energiewende ist es ja, nicht nur die Stromversorgung auf Wind- und Sonnenenergie umzustellen, sondern auch die beiden anderen Säulen der Energieversorgung, nämlich die Wärmeversorgung und den Verkehrssektor, auf Strom umzustellen. Alles auf Strom heißt, auf Gas und Öl im Wärmesektor und Öl, sprich Benzin und Diesel, im Kraftfahrzeugsektor zu verzichten. Sektorkopplungnannte man diese Verengung der Energieversorgung auf einen Energieträger. Diese Sektorkopplung wurde als nachhaltiges Zukunftsmodell verbreitet und gefeiert.“
Der Ex-RWE-Manager analysiert: „Aber nun führt uns der Terroranschlag von Berlin vor Augen, dass ein solches, allein auf Strom basierendes Energiesystem höchst anfällig ist. Wir erfahren, dass beim Stromausfall auch die Wärmeversorgung ausfällt, jedenfalls dann, wenn sie durch Wärmepumpen erzeugt werden soll. Und zu allem Überfluss lernen wir, dass ohne Strom und bei Minusgraden den Wärmepumpen durch platzende Rohre der Totalverlust droht. Diesen Beipackzettel gab es bislang nicht beim Heizungsgesetz, das die aktuelle Bundesregierung (fast) nahtlos weiterführen will. Der Inhalt des Gesetzes wird gleichbleiben. Damit die Bürger das aber nicht merken, soll der Name des Gesetzes geändert werden.“