61,8 Prozent! AfD-Kandidat im sächsischen Altenberg zum Bürgermeister gewählt

Eine Stichwahl war gar nicht erst nötig: Bei der vorgezogenen Bürgermeisterwahl in Altenberg (Osterzgebirge) hat am Sonntag AfD-Kandidat André Barth die Wahl haushoch gewonnen. Der finanzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag erhielt gleich im ersten Wahlgang 61,8 Prozent der Stimmen und setzte sich damit deutlich gegen alle Mitbewerber der Altparteien durch. Die Bürgermeisterwahl in dem rund 7.500 Einwohner zählenden Wintersportort war erforderlich geworden, nachdem Stadtoberhaupt Markus Wiesenberg (CDU) im Sommer 2025 zurückgetreten war.

Letztlich dann doch keinen Wahlerfolg konnte die AfD in Südbrandenburg verbuchen: Bei der Stichwahl um das Landratsamt im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL) setzte sich Alexander Erbert (CDU) mit 53,4 Prozent der Stimmen durch, nachdem AfD-Kandidatin Antje Ruhland-Führer eine Zeit lang bei der Auszählung geführt hatte. Sie kam am Ende auf 46,6 Prozent.

In Brandenburg könnte demnächst allerdings mit René Stadtkewitz ein weiterer AfD-Mann das kommunale Ruder in die Hand nehmen. Bei einem Bürgerentscheid in Zehdenick (Landkreis Oberhavel, 13.000 Einwohner) stimmten 97,2 Prozent der Wähler für die Abwahl des amtierenden Bürgermeisters Alexander Kretzschmar (parteilos). Grund für die Abwahl des „Nie-da-Bürgermeisters“ war, dass Kretzschmar nach seiner Wahl im März 2025 sein Amt nicht einmal zwei Wochen ausübte und sich dann bei vollen Bezügen dauerhaft „krank“ meldete. Ihm wurde vorgeworfen, dass er das Amt nur wegen der Versorgungsansprüche angetreten habe.

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