Aus den Aufnahmeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz sind fast 1.000 sogenannte Geflüchtete offenbar spurlos verschwunden. Wie das rheinland-pfälzische Integrationsministerium in Mainz bestätigte, handelt es sich um insgesamt 923 Asylsuchende, die in den vergangenen eineinhalb Jahren von den Landesaufnahmeeinrichtungen als nicht mehr auffindbar gemeldet wurden. Das hatte zuvor der Südwestrundfunk (SWR) berichtet.
Bei insgesamt 10.120 aufgenommenen Personen entspricht das einer Quote von rund 9,1 Prozent – also fast jeder zehnte Asylbewerber gilt in dem schwarz-rot-gelb regierten Bundesland als abgängig. Die meisten „Vermissten“ verzeichnet laut Medienberichten die Einrichtung in Trier mit 245 Personen, gefolgt von Speyer (180), Hermeskeil (173), Kusel (150), Bitburg (94) und dem Flughafen Hahn (81).
Die Abgänge wurden durch einen Sicherheitsmitarbeiter der Aufnahmeeinrichtung in Bitburg bekannt. Der Mann, gegen den deshalb eine Strafanzeige läuft, wurde freigestellt.