Misstrauensvotum im Thüringer Landtag: Björn Höcke fordert Mario Voigt heraus!

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) muss sich am kommenden Mittwoch (04.02.2026) einem konstruktiven Misstrauensvotum im Landtag stellen.

Das geht aus der aktualisierten Tagesordnung der Plenarsitzung hervor, die der Landtag in Erfurt verschickt hat. Die Abstimmung soll gleich zu Beginn der Sitzung um 14.00 Uhr stattfinden.

Auslöser ist die Entscheidung der Technischen Universität Chemnitz, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Der Ministerpräsident bestreitet die Vorwürfe und will die Entscheidung gerichtlich überprüfen lassen. Politisch jedoch hat der Vorgang unmittelbare Folgen: Die AfD-Fraktion brachte daraufhin das Misstrauensvotum auf den Weg und kündigte an, ihren Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke als Gegenkandidaten aufzustellen.

Voigt führt in Thüringen die bundesweit einzige sogenannte Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD – allerdings ohne eigene parlamentarische Mehrheit. Im Landtag herrscht ein Patt zwischen Regierungslager und Opposition aus AfD und Linken. Für einen erfolgreichen Regierungswechsel wären 45 der 88 Stimmen nötig. Die AfD verfügt über 32 Mandate und ist damit auf Stimmen aus anderen Fraktionen angewiesen.

Die Landesverfassung setzt dabei eine hohe Hürde: Ein Ministerpräsident kann nur gestürzt werden, wenn gleichzeitig ein Nachfolger mit absoluter Mehrheit gewählt wird. Ob die AfD diese Mehrheit organisieren kann, gilt als offen – politisch jedoch markiert das Misstrauensvotum bereits jetzt eine massive Zuspitzung der Krise um Voigt.

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