Aktuell werten Ökonomen die Wirtschaftsdaten der letzten beiden Quartale aus. Das Münchner ifo-Institut hat für die Hälfte der 16 deutschen Bundesländer bereits einen Rückgang der Wirtschaftsleistung ermittelt. Diese war in acht Bundesländern während des dritten Quartals im Minus. Den stärksten Rückgang mussten demnach im Jahresvergleich das Saarland, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein mit Werten zwischen minus 0,6 Prozent und minus 0,4 Prozent hinnehmen.
Während in der einen Hälfte der Bundesländer die Zeichen auf Rezession stehen, kann die andere Hälfte eine positive Entwicklung verzeichnen, wenn auch auf bescheidenem Niveau:
So kommen die ifo-Wirtschaftsexperten auf Werte von plus 0,6 Prozent für Hamburg und plus 0,5 Prozent für Bayern – jeweils im Vergleich zum dritten Quartal 2024. Diese beiden Bundesländer liegen an der Spitze der deutschen Wirtschaftsentwicklung.
Robert Lehmann, Konjunkturexperte des Münchner Instituts, erklärt die unterschiedliche Entwicklung vor allem mit Zuwächsen bei Dienstleistern. Diese würden die konjunkturelle Schwäche der Industrie jeweils ausgleichen.