Grönland-Gipfel ohne Ergebnis: Deutschland stellt 13 Soldaten für „Mission Grönland“ ab

Vertreter Dänemarks und Grönlands haben mit der US-Regierung über die Zukunft der größten Insel der Welt gesprochen. Konkrete Ergebnisse wurden nicht erzielt. Es würden weiterhin grundlegende Meinungsverschiedenheiten bestehen, stellte  der dänische Außenminister Außenminister Løkke Rasmussen in Washington fest. Unterdessen entsendet die deutsche Bundesregierung 13 Bundeswehr-Angehörige nach Grönland.

In Washington hatten der dänische Außenminister und seine Amtskollegin aus Grönland, Außenministerin Vivian Motzfeldt, rund eine Stunde lang im Weißen Haus mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio konferiert. Man habe sich aber darauf geeinigt, eine gemeinsame Arbeitsgruppe einzurichten, hieß es anschließend. Diese solle prüfen, wie die Sicherheitsinteressen der USA berücksichtigt werden könnten, „ohne dabei die roten Linien Dänemarks zu überschreiten“, sagte Rasmussen.

Die Außenminister Dänemarks und Grönlands unterstrichen nach dem Gespräch im Weißen Haus, dass ihre gemeinsame „rote Linie“ die territoriale Integrität Grönlands sei. Die überwiegend von einem Eisschild bedeckte Insel zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer, sechsmal größer als Deutschland und reich an Bodenschätzen, ist ein autonomer Teil des Königreichs Dänemark und damit Teil des NATO-Bündnisses.

Laut Medienberichten hat die Bundeswehr 13 Soldaten nach Grönland abkommandiert, um mit anderen europäischen Nationen drei Tage lang die örtlichen Bedingungen für eine mögliche dauerhafte militärische Präsenz auszukundschaften. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, sollte noch am Donnerstag (15. Januar) ein Airbus A400M Transportflugzeug mit einem Erkundungsteam im Rahmen einer „Mission Grönland“ nach Nuuk in Grönland fliegen.

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