Gewinner
Als einer der parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion ist Stephan Brandner (59) der „Mann fürs Grobe“. Wovon allein schon die Zahl seiner „Ordnungsrufe“ zeugt. Der Rechtsanwalt aus Thüringen, zugleich AfD-Bundesvize, ist aber auch der „Mann mit den Röntgenaugen“. In seiner fulminanten Rede in der Bundestags-Debatte über den Einschüchterungs-Paragrafen 188 hat er nicht nur eine Lanze für die Meinungsfreiheit gebrochen, sondern die Verlogenheit der Altparteien durchschaut und gnadenlos offengelegt. Denn mitnichten geht es bei dieser Sonderstrafnorm um den (vorgeschobenen) Schutz von Kommunalpolitikern, sondern einzig darum, dass das System mit der fabrikmäßigen Einschüchterung von kritischen Bürgern einen totalitären Maulkorb eingeführt hat.
Brandner, der in seinem ostthüringischen Wahlkreis bei der Bundestagswahl 2025 die meisten Erststimmen (44,8 Prozent) erhielt, ist langjähriges Mitglied im Verein Deutsche Sprache. Deutliche Aussprache, wie man im Lichte der 188-Debatte hinzufügen möchte: „Wir haben ein freiheits- und bürgerfeindliches System!“
Der Deutschland-Kurier meint: Brand(ner)aktuell!
Verlierer
Nach der Aberkennung seiner Doktorarbeit durch die TU Chemnitz plant die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Ministerpräsident Mario Voigt (48/CDU) mit einem konstruktiven Misstrauensvotum zu stürzen. Die Sondersitzung des Landesparlaments soll am 4. Februar 2026 stattfinden. Dem überführten Plagiator ist inzwischen sein Honigkuchenpferd-Grinsen vergangen. Denn seine „Brombeer-Koalition“ aus CDU, SPD und BSW wird von den Kommunisten toleriert und hat keine stabile Mehrheit. Landtags-Insider schließen nicht aus, dass das Misstrauensvotum, bei dem gleichzeitig Björn Höcke (AfD) zum neuen Regierungschef gewählt werden müsste, Erfolg haben könnte. Zünglein an der Waage wäre dann das BSW. Dessen neuer Bundesvorsitzender Fabio De Masi hat Voigt (CDU) aufgefordert, Zweifel an seiner Dissertation umgehend auszuräumen: „Sollte die Entscheidung der TU Chemnitz Bestand haben, muss er sich einen neuen Job suchen.“
Der Deutschland-Kurier meint: Schluss mit den Doktorspielchen in Erfurt!