In der Sitzung der Enquete-Kommission Corona des Deutschen Bundestages am 29. Januar 2026 kam es erstmalig dazu, dass die Vorsitzende Franziska Hoppermann (CDU) eine Frage eines Kommissionsmitglieds an einen eingeladenen Sachverständigen nicht zuließ. Die Frage stellte der von der AfD-Fraktion berufene systemkritische Publizist Tom Lausen an den Sachverständigen, Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Behandelt werden sollte der Umgang mit Bürgern, die sich in den Corona-Jahren kritisch zu den Willkür-Maßnahmen verhalten, dagegen demonstriert und die Behandlung mit dem notzugelassenen Gen-Impfstoffen abgelehnt hatten. Lausen wollte wissen, ob Maaßen darin in gewisser Weise „Hetzjagden“ erkennen könne.
Obwohl das Thema der Sitzung unter anderem „die Rolle der Opposition“ lautete, unterbrach die Vorsitzende den Fragesteller einige Male und drohte, das Mikrophon abzustellen. Letztlich ließ sie die Frage an Maaßen nicht zu. Ihr Eingreifen in das Fragerecht von Tom Lausen begründete Hoppermann damit, dass die Frage nichts mit dem Thema der Sitzung zu tun habe.
Der Obmann der AfD-Fraktion in der Enquete-Kommission Corona, Kay-Uwe Ziegler, erklärte dazu: „Thema war ‚die Rolle der Opposition‘ und nicht ‚die Rolle der parlamentarischen Opposition‘. Entgegen einer früheren Aussage der Vorsitzenden, die Fraktionen dürften ihre Fragezeit nutzen, wie sie wollten, hat sie nun massiv eingegriffen und nicht nur eine Frage gestört und unterdrückt. Sie hat vielmehr ihre Befugnisse missbraucht, um das Recht der Opposition zu beschneiden. Das ist nicht hinnehmbar und wird von uns in jedem Fall rechtlich geprüft. Wir lassen uns nicht vorschreiben, welche Fragen wir zu stellen haben und welche nicht.“