Autokrise: Kein Ende der Pleitewelle bei Zulieferern absehbar – Fahrzeugteile werden knapp

Eine Studie der Düsseldorfer Unternehmensberatung Falkensteg prognostiziert Automobilzulieferern auch in diesem Jahr nichts Gutes: Noch mehr Insolvenzen!

Die deutsche Automobilzulieferindustrie steht demnach vor einem erneuten Krisenjahr. Nach 59 Insolvenzen größerer Zulieferer im Jahr 2025 erwarten führende Branchenexperten für 2026 keine Trendwende, sondern eine Verschärfung. Die Insolvenzwelle rollt weiter und ist Symptom einer tiefgreifenden Strukturkrise, die besonders kleine und mittelständische Zulieferer existenziell bedroht, wie aus einer aktuellen Insolvenzanalyse der Unternehmensberatung Falkensteg mit Hauptsitz in Düsseldorf hervorgeht.

Jonas Eckhardt, Studienautor und Partner bei dem Unternehmen, prognostiziert für das Jahr 2026 einen Anstieg der Großinsolvenzen um weitere fünf Prozent auf 62 Verfahren. Bereits jetzt liegen  die Zuliefererpleiten auf Rekordniveau. Unter Großinsolvenzen summiert Eckhardt Unternehmen mit mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz.

Mehr als 70 Prozent der Zulieferer werden laut Studie 2026 eine Rendite von weniger als fünf Prozent erwirtschaften. Die Schwelle gilt als Minimum für Zukunftsinvestitionen. Parallel dazu fehlen den deutschen Herstellern Fahrzeuge im Millionenbereich. Auch 2026 wird ein weiterer Produktionsrückgang erwartet.

Neueste Beiträge

Beliebteste Beiträge

Ähnliche Beiträge