Bundesweit kamen im vergangenen Jahr 14.082 Immobilien im Wert von knapp fünf Milliarden Euro zwangsweise unter den Hammer. Das ist ein Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zu 2024, wie aus Daten des einschlägigen Informationsdienstleisters Argetra hervorgeht. Ausgewertet wurden Angaben fast aller rund 500 deutschen Amtsgerichte.
Als Grund für die bundesweite Zunahme nennt Argetra die Preissteigerungen am Immobilienmarkt sowie die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit tendenziell zunehmender Arbeitslosigkeit. Bei den 40 Städten mit den meisten Zwangsversteigerungsterminen lag Berlin vorne – gefolgt von Chemnitz, München, Leipzig, Zwickau und Nürnberg.
Immobilien-Experten befürchten, dass das Ende der 10-jährigen Zinsbindungsfrist von Finanzierungen aus der Niedrigzinsphase in den kommenden Jahren zu einem weiteren deutlichen Anstieg der Zwangsversteigerungsobjekte führen wird.