„Brandmauer“-Bröckeln bei Vize-Bürgermeisterwahlen in NRW: AfD-Kandidaten setzen sich durch

In Gelsenkirchen ist Norbert Emmerich, unterlegener AfD-Spitzenkandidat bei der OB-Wahl vor drei Monaten, überraschend zum Vize-Bürgermeister gewählt worden. Zugute kam dem Ex-OB-Kandidaten vor allem eine Regel der NRW-Gemeindeordnung. Demnach wird bei der Wahl der Stellvertreter des Bürgermeisters das Verhältniswahlrecht angewendet.

Auch in anderen Städten an Rhein und Ruhr konnte die AfD Posten besetzen. In Velbert bei Düsseldorf wurde ihr Kandidat dritter Vize-Bürgermeister – mit 20 Stimmen, obwohl die AfD im Rat nur 13 hat. Dazu kommen Bezirksbürgermeisterposten in Bochum-Wattenscheid, Bottrop-Süd, sowie zwei weitere in Gelsenkirchen.

Der Bonner Politik-Wissenschaftler Volker Kronenberg: „Auf kommunaler Ebene ist es schwierig, die Brandmauer aufrechtzuerhalten – weil es vor Ort für einzelne Personen abseits der großen Linien der Politik viele individuelle Motive gibt.“

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