Das Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU) hatte Hunderten Afghanen angeboten, für im Einzelfall bis zu 10.000 Euro auf ihre Aufnahmezusage für Deutschland zu verzichten. Nach Ablauf der Frist wird laut Medienberichten klar: Der Dobrindt-Deal ist ein Flop!
Nur eine Handvoll Familien hat sich darauf eingelassen. Unterdessen sind 52 weitere Afghanen in Deutschland gelandet, obwohl die schwarz-rote Bundesregierung die Flüge eigentlich stoppen wollte.
Auf Medien-Anfrage konnte das Bundesinnenministerium nicht sagen, wie viele der in Pakistan wartenden Afghanen – genannt werden Zahlen zwischen 700 bis 1.900 Personen – sich auf das Angebot „Geld gegen Einreiseverzicht“ eingelassen haben. Die Auswertungen der Rückmeldungen dauerten an, hieß es.
Eine Sprecherin der NGO „Kabul Luftbrücke“ geht von maximal fünf Familien aus, die bereit seien, für Geld aus den Aufnahmeprogrammen auszusteigen. Die Rede ist von etwas mehr als 60 Personen.
Derweil sind weitere Flüge mit afghanischen Migranten in Deutschland eingetroffen. In Berlin und Hannover landeten insgesamt 52 Personen mit einer Aufnahmezusage. Es war der sechste Flug dieser Art seit dem Regierungswechsel in Berlin. Die wenigsten der Neuankömmlinge dürften ehemalige „Ortskräfte“ der Bundeswehr gewesen sein – falls überhaupt noch.