„New York Times“ enthüllt: USA waren unter Biden viel tiefer in den Ukraine-Konflikt verstrickt als bekannt!

Washington war unter dem früheren US-Präsidenten Joe Biden viel tiefer in den Ukraine-Konflikt involviert, als bisher öffentlich zugegeben wurde. Das enthüllen Recherchen der angesehenen „New York Times“. Eine wichtige Rolle spielte dabei der deutsche US-Standort Wiesbaden.

Der am vergangenen Wochenende erschienene Bericht liefert erstmals konkrete Einblicke, wie die USA unter Joe Biden das Selenskyj-Regime in Kiew unterstützten. Und das nicht nur mit Zig-Milliarden von Dollars und schweren Waffen, sondern vor allem mit Satelliten-Aufklärung und militärischen Zielansprachen.

Im Bericht der „New York Times“ ist von einer „außergewöhnlichen Partnerschaft bei Aufklärung, Strategie, Planung und Technologie“ die Rede – von einer „Geheimwaffe“ gar, die Kiew erst in die Lage versetzt habe, Russland entgegenzutreten.

„Punkte von Interesse“

Das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) lieferte demnach seit Mitte 2022 entscheidende Aufklärungsdaten, die es der ukrainischen Armee ermöglicht hätten, russische Kommando- und Kontrollzentralen und andere hochwertige Ziele anzugreifen. Dem Bericht zufolge spielte dabei die US-Armee in Deutschland, konkret die Basis in Wiesbaden, eine entscheidende Rolle. Dort sollen amerikanische und ukrainische Offiziere jeden Morgen die Zielvorgaben festgelegt haben. Offenbar mit Rücksicht auf deutsche Empfindlichkeiten sei dabei vermieden worden, von „Zielen“ zu sprechen; vielmehr sei die Sprachregelung gewesen, „Punkte von Interesse“ zu benennen.

Die „New York Times“ schreibt zudem, amerikanische und ukrainische Offiziere hätten gemeinsam größere Gegenoffensiven geplant und massive Angriffe mit weitreichenden westlichen Präzisionswaffen gegen die von Russland annektierte Krim gestartet. Die Angriffe, die mit westlichen Raketen durchgeführt wurden, forderten vor allem zivile Opfer. So wurden zum Beispiel bei einem Angriff mit ATACMS-Raketen auf einen Strand in Sewastopol im Juni 2024 vier Menschen getötet und mehr als 150 verletzt.

Den Recherchen zufolge schickten die USA auch dutzende Militärberater in die Ukraine, von denen einige in die Nähe der Front fahren durften.

Weiter heißt es: 2024 sollen die USA der Ukraine erlaubt haben, begrenzte Langstreckenangriffe mit von den USA gelieferten Waffen auf russisches Staatsgebiet auszuführen ‒ eine Eskalation, die zuvor immer als „rote Linie“ gegolten hatte. Washington lieferte demnach auch die Zieldaten für diese Angriffe.

„Teil der Tötungskette“

Die „New York Times“ zitiert einen namentlich nicht näher genannten europäischen Geheimdienstler, der sich vom Ausmaß der US-Beteiligung am Krieg in der Ukraine schockiert gezeigt habe und in Bezug auf die Rolle der USA wörtlich gesagt haben soll: „Sie sind jetzt Teil der Tötungskette.“

Die Zusammenarbeit zwischen Washington und Kiew soll zeitweise allerdings auch angespannt gewesen sein. So habe es unterschiedliche Ansichten über die Gesamtstrategie und die Ziele gegeben, insbesondere im Vorlauf der gescheiterten ukrainischen Gegenoffensive im südlichen Teil der Front im Sommer 2023.

Die beteiligten amerikanischen Stellen hielten demnach die ukrainischen Ziele für zu ambitioniert und sollen darüber geklagt haben, dass ihre Gesprächspartner unempfänglich für strategische Ratschläge gewesen seien. Umgekehrt sollen die Ukrainer den Amerikanern vorgeworfen haben, zu vorsichtig zu sein.

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