Die Bundesanwaltschaft hat offiziell die Ermittlungen zum islamistischen Terror-Anschlag in München übernommen. „Es besteht der Verdacht, dass die Tat religiös motiviert war und als Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung zu verstehen ist“, teilte die oberste Anklagebehörde in Karlsruhe mit. Dem 24 Jahre alten abgelehnten Asylbewerber aus Afghanistan werde zur Last gelegt, mindestens 39 Personen zum Teil lebensgefährlich oder schwer verletzt zu haben, heißt es in einer Erklärung.
Nach Angaben des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD) schweben zahlreiche Verletzte noch immer in Lebensgefahr, darunter ein zweijähriges Kind und seine Mutter. Es seien acht bis zehn Menschen schwerst verletzt worden. Dazu kämen noch acht schwer verletzte Menschen, nur ganz wenige seien leicht verletzt, sagte Reiter in München und fügte hinzu: „Es besteht das Risiko für schlimmere Folgen. Wir müssen heute alle hoffen und beten, dass es keine Todesfälle gibt.“
Für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte des Anschlags findet am Montag (17. Februar) im Liebfrauendom ein Gottesdienst statt.