Rund 24 Stunden nach dem islamistischen Terroranschlag von München kamen zahlreiche Politiker und Amtsträger zum Tatort, um zu trauern. Darunter auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Nur: Zu diesem Zeitpunkt waren noch gar keine Todesopfer öffentlich bekannt!
Es wurden also weiße Rosen, ein Symbol für die Trauer um Verstorbene, abgelegt, während zahlreiche Opfer in den Kliniken noch um ihr Leben kämpften. Oder in zwei Fällen angeblich kämpften?
Der bayerische AfD-Landtagsabgeordnete Benjamin Nolte sieht Widersprüche und verlangt Aufklärung durch die Bayerische Staatsregierung.
Nachrichtensperre wegen der Sicherheitskonferenz ?
Im Netz schwirren Gerüchte, wonach zwei Schwerstverletzte, das zwei Jahre alte Mädchen und die 37 Jahre alte Mutter, bereits tot in die Klinik eingeliefert worden sein sollen. Sollten da störende Nachrichten mit Blick auf die zeitgleich tagende Münchner Sicherheitskonferenz unterdrückt werden?
Am vergangenen Donnerstag (13. Februar) raste der Afghane Farhad N. (24) mit seinem Mini Cooper in eine Münchner ver.di-Demonstration. Mindestens 38 Personen wurden verletzt – viele davon schwerst. Zwei Tage später wurde bekannt, dass die 37-jährige Amel und ihre Tochter Hafsa (2) ihren schweren Verletzungen erlagen.
Doch schon vorher legten ranghohe Politiker und Personen des öffentlichen Lebens Blumen ab und trauerten. Sie trauerten, als es noch gar keine offiziell bestätigten Todesmeldungen gab!
So legten der Münchner OB Dieter Reiter (SPD, Noch-Bundeskanzler Olaf Scholz und Noch-Verkehrsminister Volker Wissing (parteilos) bereits am Tag nach dem Attentat Blumen ab. Auch Nancy Faeser legte Blumen ab. Später kam Reiter ein weiteres Mal, um eine weiße Rose zusammen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) abzulegen. Auch zu dem Zeitpunkt waren noch keine Todesopfer bekannt.
Offiziell bekannt gegeben wurde der Tod von Mutter und Kind erst am Samstagnachmittag, 15. Februar, durch das LKA Bayern.
Benjamin Nolte (AfD) stellt Anfrage an die Söder-Regierung
Der bayerische AfD-Landtagsabgeordnete Benjamin Nolte stellt dazu fest: „Anlässlich des grausamen Terroranschlags auf der Verdi-Demo in München, bei dem ein afghanischer Islamist eine Mutter und ihr zweijähriges Kind ermordete, gab es widersprüchliche Meldungen zum Tod der Opfer. Zunächst berichteten Medien noch am selben Tag, dass beide verstorben seien, nur um dies kurz darauf als Falschmeldung zurückzunehmen. Zwei Tage später wurde der Tod schließlich offiziell bestätigt. Angeblich war dies jedoch bereits am Tag des Anschlags bekannt. Dennoch soll Ministerpräsident Markus Söder eine Nachrichtensperre verhängt haben, um die Münchner Sicherheitskonferenz nicht zu stören.“
Nolte hat eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung gestellt und erwartet kurzfristig eine Antwort.
Der bayerische AfD-Landtagsabgeordnete Benjamin Nolte.