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Medien-Stimmen zum TV-Duell: Jetzt tobt die Schlacht um die Deutungshoheit!

Knapp fünf Monate vor der Landtagswahl in Thüringen (1. September) haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU, Björn Höcke und Mario Voigt, am Donnerstagabend (11. April) 71 Minuten lang auf WELT-TV duelliert. Wie nicht anders zu erwarten, sehen die tendenziösen System-Medien überwiegend den CDU-Bewerber für das Amt des Ministerpräsidenten im Vorteil. Die Schlacht um die Deutungshoheit ist im vollen Gange.

Für das liberal-konservative Portal „Tichys Einblick“ ist allerdings Björn Höcke klar „Sieger nach Punkten“: „Mit TV-Duellen ist es wie mit Nachwahlanalysen: Am Ende reklamiert jede Seite den Sieg für sich, völlig egal, was tatsächlich geschehen ist (…) Am Ende ist es ein Sieg nach Punkten für Höcke, aber Voigt gewinnt Respekt durch seinen Mut, sich der Debatte zu stellen. Damit kommt er aus der Defensive…“

Die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) vermisst in dem TV-Duell klare Antworten in einem ganz wesentlichen Punkt: „Ganz ungeklärt freilich bleibt die entscheidende Frage: Mit wem wollen, mit wem könnten AfD oder CDU jeweils zusammenarbeiten, um sich den Traum von der Erfurter Staatskanzlei zu erfüllen, in der derzeit ein linker Ministerpräsident thront? Denn gewählt mögen zwar Personen werden, regieren aber müssen Parteien.“

Auch das liberal-konservative Portal „Achgut.com“ hebt diesen Aspekt hervor: „Die Frage der Moderatorin, mit welcher bunten und eher linkslastigen Koalition er dann aber regieren wolle, ließ Voigt unbeantwortet. Nur dass er nichts mit der AfD zu tun haben will, betonte er immer wieder.“

Das linksgrüne Hamburger System-Magazin „Spiegel“ kann sich die üblichen Hass-Tiraden gegen die AfD und ihren Spitzenkandidaten in Thüringen nicht verkneifen, resümiert dann aber sachlich: „Und trotzdem wird man im Höcke-Lager höchst zufrieden mit dem Verlauf dieses Experiments sein. Denn unterm Strich ist Höcke alle zentralen inhaltlichen Punkte losgeworden.“

„Wer ist der Sieger?“, fragt „Nius“ , das Portal von Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt, und findet darauf letztlich keine klare Antwort: „Wer sich Gewinner nennen darf, ist schwer zu sagen: Björn Höcke hat allein schon dadurch gewonnen, dass er sich über 70 Minuten auf einer großen TV-Bühne präsentieren durfte (…) Wer jedoch Verlierer ist, wurde deutlich: Über die SPD verlor niemand ein Wort, die 6-Prozent-Partei ist in Thüringen nahe der Bedeutungslosigkeit angekommen.“

Es sei „ein herzhaft geführter politischer Streit“ gewesen, schreibt „Nius“ und lobt: „Das ist Demokratie!“

Die immer linksgrünere „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) zieht, wie nicht anders zu erwarten, folgende Bilanz: „Mario Voigt kann zufrieden sein. Die Annahme, er werde dem AfD-Mann Björn Höcke in einem Rededuell unterlegen sein, hat er am Donnerstagabend entkräftet.“

Das national-patriotische Portal „Jouwatch“ stellt folgenden Gedanken heraus: „Letztendlich aber hat auch diese Show nichts gebracht. Die Lager stehen sich viel zu unversöhnlich gegenüber, als dass man sich noch gegenseitig überzeugen könnte. Der gesellschaftspolitische Graben ist so tief, dass ihn keiner mehr überwinden kann.“

Für die „Berliner Zeitung“ hat das TV-Duell indes neue Maßstäbe hinsichtlich der Debattenkultur in Deutschland gesetzt: „Voigt hatte sich vor dem Duell ein Ziel gesetzt. Er gestand offen ein, dass die Strategie, die AfD aus dem öffentlichen Diskurs auszugrenzen, gescheitert ist (…) Ob dieses Duell Mario Voigt bei der Landtagswahl nützen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht aber, dass er mit diesem Schlagabtausch nichts weniger als einen Quantensprung in der deutschen Debattenkultur begonnen hat.“

Das liberal-konservative Magazin „CICERO“ unterstreicht: „Voigt und nicht Ramelow hat sich nun als Herausforderer des derzeit in den Umfragen führenden Höcke etabliert. Beide werden weiteren Duellen sicher nicht aus dem Weg gehen.“

Das „ZDF“ bilanziert für Staatsfunk-Verhältnisse bemerkenswert fair: „Für Mario Voigt dürfte sich die TV-Debatte durchaus gelohnt haben. Vom No-Name aus Thüringen zu einem Gesicht auf allen Sendern und Kanälen. Bekannter ist er geworden. Und Höcke konnte sich auf ganz großer Bühne und Augenhöhe mit der demokratischen Konkurrenz präsentieren. Im Netz tobt nun die Schlacht um die Deutungshoheit.“

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