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Ist ein Unterwasser-Vulkan im Südpazifik schuld am „Extremwetter“?

In dieser Woche soll der Sommer zurückkehren – zumindest für ein paar Tage, und das mit angenehmen Temperaturen um die 25 Grad. Die öffentlich-rechtlichen Medien hysterisieren derweil unverdrossen über das „Extremwetter“ – natürlich auch eine Folge des „Klimawandels“. Eine andere Erklärung könnte näher liegen: Ist ein gewaltiger Vulkanausbruch im Südpazifik Anfang 2022 noch immer Ursache weltweiter Wetterkapriolen?

Am 15. Januar 2022 explodierte der Unterwasservulkan „Hunga Tonga“ im pazifischen Inselstaat Tonga. Wissenschaftler der „University of Florida“ haben die Eruption jetzt in einer Computersimulation nachgeahmt. Ein einzelner Ausbruch allein entfaltete demnach die Wucht von 15 Megatonnen. Das entspricht ungefähr der Stärke der Wasserstoffbombe „Castle Bravo“, welche die USA 1954 auf dem pazifischen Bikini-Atoll zündeten. Es war einer der stärksten Kernwaffentests, die jemals durchgeführt wurden.

Der ähnlich starke Ausbruch des „Hunga Tonga“ löste eine Welle gigantischer Tsunamis aus, von denen sich einzelne den Berechnungen zufolge bis zu 85 Meter Höhe aufpeitschten. Auch sonst war der Ausbruch des „Hunga Tonga“-ein Naturereignis der Superlative: Die Asche, die der Vulkan ausstieß, reichte bis in 57 Kilometer Höhe. Das meiste Material breitete sich dabei schirmartig auf einer Höhe von 35 Kilometern aus. Damit stieg der vulkanische Auswurf durch die Stratosphäre hindurch bis direkt in die Mesosphäre auf. Bei keinem anderen bekannten Vulkanausbruch hat man bisher derartige Höhen gemessen. 

Abnormale Menge an Feuchtigkeit

Nach Ansicht des medienkritischen Publizisten Peter Haisenko, Betreiber des Blogs „anderweltonline“ und 30 Jahre lang Flugkapitän, hat der Ausbruch des Unterwasser-Vulkans im Südpazifik das Weltklima in einer bisher unterschätzten Weise beeinflusst. So werde erklärlich, warum auch in diesem Jahr noch außergewöhnliche Wettererscheinungen zu beobachten seien. 

Haisenko schreibt: „Bereits im April und Mai diesen Jahres habe ich mich über das Wetter gewundert. Dazu muss ich sagen, dass ich bei meiner Ausbildung zum Piloten bei der Lufthansa auch eine solide Ausbildung in Sachen Meteorologie erhalten habe und seither die Wettererscheinungen mit Interesse verfolge und analysiere. April und Mai waren zu kalt. Im Juni war zu beobachten, dass sich ein ungewöhnlich großes, aber flaches Hochdruckgebiet über ganz Europa gebildet hat, das eine ungewöhnliche Stabilität aufwies. Der Himmel war meist wolkenfrei, aber die Temperaturen entwickelten sich nicht dementsprechend.“

Die Beobachtung der Sonnenuntergänge ließ Haisenko vermuten, „dass es eine abnormale Menge an Feuchtigkeit in den unteren Luftschichten geben muss.“ Das habe sich unter anderem darin gezeigt, „dass man mit bloßem Auge direkt in die Sonne blicken konnte, wenn diese noch etwa fünf Grad über dem Horizont stand.“ Haisenko: „Sie war nur noch ein orangefarbener Ball und es war das erste Mal, dass ich mit bloßem Auge einen großen Sonnenfleck erkennen konnte. Konkrete Wolken waren es aber nicht, die die Sonne derart abdunkelten. Es war einfach Wasserdunst, der in abnormaler Dichte über dem Land lag, ohne sichtbaren Nebel zu bilden. Also fragte ich mich, wie das wohl zustande kommen konnte.“

Die NASA weiß mehr

Haisenko fand seiner eigenen Schilderung zufolge keine Erklärung, bis er auf eine Veröffentlichung der US-Weltraumbehörde NASA vom 2. August 2022 gestoßen sei. Laut diesem Bericht war folgendes geschehen: Nahe dem Tonga-Archipel gab es die besagte gewaltige Unterwassereruption. An sich nichts Ungewöhnliches, aber diesmal geschah das Naturphänomen in einer Tiefe von nur etwa 150 Metern. 

Haisenko: „Passiert das in größerer Tiefe, wird eine solche Eruption vom Wasserdruck geradezu erstickt, es kommt praktisch nichts an die Oberfläche. Geschieht das näher als 150 Meter an der Oberfläche oder darüber, ist es ein ‚ganz normaler‘ Vulkanausbruch, der seine Asche bis in die Stratosphäre schleudern kann. Es gibt dann Aschewolken, die sich über weite Strecken ausbreiten und die Sonne verdunkeln können. In diesen 150 Metern Tiefe aber, bei einer derart kräftigen Eruption, werden riesige Mengen an Wasser verdampft und in die Atmosphäre geschleudert.“

Tatsächlich habe die NASA denn auch beobachtet, dass bei dieser Eruption enorm viel Wasserdampf in die Atmosphäre gedrückt worden ist, dies in Höhen zwischen 12 und 53 (!) Kilometern – also sogar oberhalb der Stratosphäre. Beeindruckend war den NASA-Berechnungen zufolge vor allem die Menge des in die Atmosphäre gelangten Wassers. Durch die Eruption habe der Wassergehalt der Atmosphäre um rund 10 Prozent zugenommen.

Haisenko: „Nun könnte man meinen: So ein ‚bisschen‘ mehr Wasser in der Atmosphäre, was macht das schon? Es macht eine ganze Menge. Es beginnt damit, dass das Gesamtgewicht der Atmosphäre zunimmt (…).“Aber warum kommen die Auswirkungen des Unterwasser-Vulkans erst jetzt auf der Nordhalbkugel an?

Dazu muss man wissen: Tonga liegt nördlich von Neuseeland auf 21 Grad südlicher Breite. Die Eruption fand im Januar statt, also im dortigen Sommer und so genau unter senkrechtem Sonnenstand. Das bedeutet, dass sich diese Wassermassen beinahe gleichmäßig auf die Süd- und Nordhalbkugel verteilen konnten. 

Haisenko: „Aber es braucht Zeit, bis sich das über die gesamte Atmosphäre verteilt und seine Wirkung entfalten kann. Auf der Südhalbkugel schneller und so haben wir plötzlich eine Erklärung, warum die Länder der Südhalbkugel gerade einen extrem kalten Winter erleben. Mit Schneemassen und Temperaturen, die bislang noch nie beobachtet werden konnten.“

Hinzu kommt: Der Wasserdampf bremst nicht nur die Sonnenintensität, er bewirkt auch, dass die Oberflächentemperatur der Meere ansteigt. Das „extra Wasser“ regnet langsam ab, bis die Atmosphäre wieder ihr Gleichgewicht hat. Geschieht das in äquatornahen Bereichen, dann regnet es naturgemäß wärmeres Wasser in die Ozeane.

Überschwemmungen auch Folge der Bodenversiegelung

FAZIT: Mit etwas Verzögerung sind diese Wassermassen auch bei uns angekommen und wir erleben einen atypischen Wetterverlauf – mit extremen Niederschlägen und Überschwemmungen. Die Bodenversiegelung tut vielerorts ein Übriges. Denn versiegelte Flächen verhindern das Versickern des Regenwassers. 

„Dies kann bei extremen Regenfällen zu Überschwemmungen mit erheblichen Schäden führen“, warnt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des „Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft“ (GDV). Laut Umweltbundesamt sind rund 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland aktuell versiegelt – das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, verloren. Mit der Ausweitung der Siedlungs- und vor allem Gewerbe-Verkehrsflächen nimmt auch die Bodenversiegelung weiter zu. Das CSU-regierte Bayern übrigens gehört zu den am meisten „versiegelten“ Regionen Deutschlands!

Doch zurück zum aktuellen Wettergeschehen – Haisenko resümiert: Sie wissen eigentlich gar nichts – all die Wissenschaftler, die uns immer erzählen wollen, sie wüssten, wie das Klima in 50 Jahren sein wird. Wozu auch? Mit Vulkanausbrüchen kann man keine Politik machen und schon gar kein Geld!

 

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