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Ernährungskrise: Russlands Botschafter in Deutschland verwahrt sich gegen westliche Vorwürfe

Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej J. Netschajew, hat mit Entschiedenheit Vorwürfe zurückgewiesen, Russland eskaliere eine weltweite Ernährungskrise und setze Nahrungsmittel als Waffe ein. In einem auf der Homepage der Botschaft in Berlin veröffentlichten Kommentar stellt der Diplomat fest: „Derlei Unterstellungen haben selbstverständlich nichts mit der Realität zu tun.“

Netschajew weist darauf hin, dass die Instabilität an den internationalen Nahrungsmittelmärkten nach wie vor hauptsächlich durch das Problem der ungleichmäßigen Ressourcenverteilung geschürt werde. Dieses Problem sei durch die gegen sein Land erlassenen Sanktionen der EU bzw. der „USA und ihrer Satelliten“ wesentlich verschärft worden. 

Der Botschafter führt aus: „Denn mit den Sanktionen wurden bewährte Lieferketten unterbrochen, an denen Russland maßgebend beteiligt war. Mit der Blockade der Seeterminals, an denen russisches Getreide verladen wurde, und mit dem für die internationalen Finanz- und Logistikunternehmen eingeführten Verbot, Verkaufsverträge für Nahrungsmittel und Düngemittel aus unserem Land zu finanzieren, zu versichern und zu begleiten, hat der kollektive Westen, geleitet von den eigenen Interessen, besonders verwundbare Regionen der Welt bewusst einem gravierenden Risiko ausgeliefert.“

Netschajew erinnert: „In Reaktion auf die Appelle der Vereinten Nationen hat Russland vor einem Jahr in einen s.g. Getreidedeal eingewilligt, der sich aus zwei Teilen zusammensetzte und zwar einer ‚Schwarzmeer-Getreide-Initiative‘ zur Ausfuhr ukrainischen Getreides und einem Russland-UN-Memorandum über die Normalisierung der russischen Exporte von Agrarprodukten und Düngemitteln.“

Der humanitäre Charakter dieses „Deals“ sei jedoch „sogleich den Kommerzinteressen des Kiewer Regimes und des Westens zum Opfer gebracht“ worden. Lediglich drei Prozent aller Getreideexporte hätten bedürftige Länder erreicht. „Der Löwenanteil der Agrargüter landete in den Getreidespeichern der entwickelten Länder“, betont der Botschafter.

Er beklagt weiterhin: „Gleichzeitig wurde die Umsetzung des zweiten Teils des Getreidedeals zynisch sabotiert. Keine einzige Bestimmung des Russland-UN-Memorandums wurde nämlich realisiert. Die Lieferungen russischer Düngemittel und Nahrungsmittel auf die Weltmärkte blieben seitens der unfreundlichen Staaten blockiert.“ Zudem habe die Ukraine einen auf dem Seeweg eingerichteten humanitären Korridor „missbraucht“, um russische zivile und Militärschiffe anzugreifen. „Selbstverständlich wurde somit jede weitere Beteiligung unseres Landes am Getreidedeal in jeder Hinsicht sinnlos“, schreibt Netschajew.

Quelle

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