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Marion Horn: Die Altparteien-Marketenderin

Wenn die Landsknechte im Mittelalter ins Feld zogen, folgten ihnen auch Frauen: Marketenderinnen, die den Tross mit „Dienstleistungen aller Art“ versorgten. Eine neuzeitliche Marketenderin ist die aktuelle „Bild“-Chefredakteurin Marion Horn. Sie ist so etwas wie die mediale Dirne der Altparteien. „Schock-Umfrage“ – so sorgt sich angesichts immer neuer Rekordwerte für die AfD das dem Untergang geweihte Springer-Blatt regelmäßig und ebenso scheinheilig um die Demokratie.

Diese Woche meldete „Bild“ eine gar neue „Umfrage zum Rechtsruck“ (hört, hört!). Unter der Überschrift „So viele Deutsche haben Angst vor dem AfD-Aufstieg“ ließ Horn ihren Politruk Florian Kain schwurbeln: „Der Aufstieg der Rechtsaußen-AfD in den Umfragen (aktuell 19 Prozent, gleichauf mit der SPD) beunruhigt die Deutschen!“ Dann so etwas wie eine Warnung: Die AfD könnte die SPD sogar noch überholen!

Deutschland braucht Neuwahlen

AfD-Bundessprecherin Alice Weidel erteilte der „Bild“-Chefredaktion daraufhin auf Twitter einen Schnellkurs in Demokratie: „Alle 3 Tage muss die #Bild einen neuen ‚#AfD-Umfrageschock‘ verkünden. Das ist kein Schock, das nennt sich #Demokratie. Und es zeigt, dass die Menschen endgültig genug von Bevormundung, Kostensteigerungen und #Asylchaos haben. #Deutschland braucht #Neuwahlen!“

Die tendenziöse Berichterstattung in „ Bild“ zeigt einmal mehr: Das einstige Boulevard-Schlachtschiff ist zu einem Seelenverkäufer verkommen und ist schon lange nicht mehr die Stimme des Volkes! Die verkaufte Printauflage, die zu allerbesten Zeiten einmal bei sechs Millionen allein in der alten Bundesrepublik lag, nähert sich inzwischen der Marke von 500.000 Exemplaren. Ein Wert, bei dem sich das Blatt nicht mehr rechnet. 

Springer-Chef Mathias Döpfner („digital only“) hat bereits die Einstellung der gedruckten Zeitung angekündigt, ohne allerdings ein Datum zu nennen. Womit sich spätestens dann SMS-Nachrichten des Ostdeutschen-Verächters wie „Können wir nicht mehr für die FDP tun?“ erledigt haben dürften. Bis dahin gilt jedoch: Der nach dem Rauswurf der letzten „Bild“-Chefredaktion vor drei Monaten reaktivierten Horn wird Döpfner solche „Regieanweisungen“ nicht zweimal sagen müssen. 

„Wir machen Zeitung wie für uns selbst“

An Liebedienerei kaum zu überbieten war, wie sich Horn auf dem Höhepunkt der Masseneinwanderung 2016 in einem Kommentar („Bild am Sonntag“) schamlos bei Angela Merkel (CDU) einschleimte: „Die Kanzlerin scheint eine Rossnatur zu haben. Sie ist erkältet, wirkt aber so kraftvoll und fröhlich, als wenn sie dieses Land zur Not auch allein regieren könnte…“ Fehlte eigentlich nur noch die devote Frage: Woher nimmt die Kanzlerin bloß diese Kraft?

Es ist schon ein paar Jahre her, da sagte Horn einmal einen Satz, der eigentlich schon alles sagt über ihr Verständnis von Journalismus: „Wir machen die Zeitung so, als würden wir sie für uns selbst machen.“ Die schwindsüchtigen Auflagenzahlen der „Bild“ scheinen das vollauf zu bestätigen! (oys)

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